Weisskittelhypertonie - Bluthochdruck beim Arztbesuch
Jeder 5. Patient in Deutschland leidet an einer sogenannten
Weißkittelhypertonie. Bereits der Gedanke an einen bevorstehenden Arztbesuch lässt
bei einigen dieser Menschen bereits im Vorfeld den Blutdruck in ungesunde Höhen
steigen. Bei manchen steigt der Blutdruck bereits wenn sie die Arztpraxis
betreten, jedoch noch kein Weißkittel in Sicht ist. Verantwortlich für dieses
Weißkittelsyndrom beim Blutdruckmessen sind Anspannungen sowie Ängste über
einen erhöhten Blutdruck. Der Gedanke einen erhöhten Blutdruck zu haben lässt Diesen
vor lauter Panik in die Höhe schießen.
Viele Patienten bekommen deshalb Medikamente
verschrieben, obwohl sie im Allgemeinen gar nicht an Bluthochdruck leiden. Nur
die Wenigsten überprüfen ihre Werte im vertrauten Zuhause mit einem
Blutdruckmessgerät. Sollten Sie den Verdacht haben an einem Weisskittel –
Bluthochdruck zu leiden, ist es ratsam mehrfach Selbstmessungen durchzuführen
und diese in ein Blutdrucktagebuch zu schreiben. Notieren Sie sich Tag,
Uhrzeit, Blutdruck und Puls. Nach ca. 5 Tagen bilden Sie den Mittelwert eines
jeden Tages und können somit feststellen, ob sie an Bluthochdruck leiden oder
es sich eher um eine Weisskittel-Hypertonie handelt. Der Mittelwert sollte
Tagsüber bei 135/85 liegen.
Eine zweite Möglichkeit herauszufinden, ob sie an einen
Weißkittelsyndrom leiden ist eine 24 Stunden Messung. Bei dieser Methode bekommt
man vom Arzt ein mobiles Blutdruckmessgerät welches in bestimmten zeitlichen
Abständen den Blutdruck misst. Man bekommt hierbei einen 24 Stunden Durchschnitt
der in einen Tagesmittelwert und Nachtmittelwert aufgeteilt ist.
